Warum Psychotherapie?

Psychotherapie bietet Hilfe bei Störungen des Denkens, Fühlens und Handelns. Häufige Anlässe für Psychotherapie sind u. a. Depressionen, Ängste, Zwänge, aber auch körperliche Beschwerden, die durch psychische Probleme entstehen oder aufrecht erhalten werden. In der Regel leiden die Menschen, die therapeutische Hilfe suchen, oder oft auch deren Angehörigen oder Freunde, stark unter deren Beschwerden, so dass eine Veränderung gewünscht wird. Die Probleme können eine Reaktion auf konkrete Ereignisse - Verlust eines wichtigen Menschen, Verlust von Arbeit oder Heimat, körperliche Krankheit, erlebte Gewalt u. v. m. - darstellen oder auch ohne einen konkreten äußeren Zusammenhang erlebt werden. Neben der Psychotherapie in niedergelassener Praxis gibt es auch viele andere Hilfsmöglichkeiten bei seelischen Problemen. Das kann ein vertrauensvolles Gespräch mit einem nahestehenden Menschen sein, Gespräche mit TherapeutInnen in einer Beratungsstelle, das Bearbeiten eines Ratgeberbuches, ein Entspannungs- oder Selbstsicherheitstraining an der Volkshochschule oder auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe. Nicht immer ist Psychotherapie notwendig, um Probleme zu verarbeiten. Ob eine Psychotherapie im Einzelfall angezeigt ist, lässt sich mit Hilfe eines Psychotherapeuten bei einem Vorgespräch klären. Bei bestimmten psychischen Störungen kann auch eine unterstützende medikamentöse Behandlung durch eine Psychiaterin zweckmäßig sein.

Es gibt unterschiedliche psychotherapeutische Methoden, mit denen ein psychisches Problem behandelt werden kann. Die zur Anwendung kommenden Methoden richten sich nach der Ausbildung Ihres Psychotherapeuten und nach Ihrer speziellen Problemlage. Deswegen ist es wichtig, bei der Suche nach eines geeigneten Psychotherapeuten nach seiner Ausbildung zu fragen, da nicht jede Methode bei jeder Problematik geeignet ist. Häufig haben Psychotherapeuten auch Kenntnis in verschiedenen Behandlungsmethoden. Aufgrund neuer Bestimmungen werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung für alle Altersgruppen seit dem 1.1.1999 nur noch für Verhaltenstherapie und tiefenpsychologische bzw. analytische Therapieverfahren übernommen.
Was ist Verhaltenstherapie?